Die Geschichte des Tattoos

Was versteht man eigentlich unter dem Ausdruck "tätowieren"?

Das Einbringen von Farbstoffen in die Haut. Dies geschieht in unserem Zeitalter mit Hilfe kleiner feiner Nadeln. Das Tätowieren dient dem Zweck, dauerhafte Muster in der Haut zu erzeugen.

 

Das Tätowieren zählt zu den ältesten Kunstformen der Menschheit und war seit frühester Zeit in nahezu allen Kulturen vertreten. Es gibt viele Theorien über den Ursprung der Tätowierung, doch letztendlich kann ich Euch nicht genau sagen von welchem Urvolk die Sitte des Tätowierens wirklich abstammt. Die frühesten Hinweise auf das Vorkommen von Tätowierungen auf den japanischen Inseln stammen zum Beispiel aus dem japanischen Neolithikum ( der Jononj - Zeit ). Diese war ca. 8.000 bis 200 vor Christus.

Ab ca. 3.000 v. Chr. fanden sich eingeritzte Muster auf Torsi, besonders die Gesichter der damaligen Keramikfiguren waren mit Mustern wie Striche, ovale Linien oder bogenförmige Linien auf den Wangen verziert. Man geht deshalb davon aus, dass es sich hierbei um Abbildungen von Fruchtbarkeitsgöttinen handelt.

 

Letztendlich kann man in Samoa, Polynesien, Mikronesien, Borneo, Neuseeland wie auch in Sibirien Spuren der frühen Tätowierung finden. Im skandinavischen Bereich waren die sogenannten "Flechtmuster" weit verbreitet. Doch um zu belegen, dass es auch bei uns urzeitliche Spuren des Tätowierens gibt, erinnere ich Euch an dieser Stelle an den "Ötzi aus dem Eis". Er wurde 1991 nahe des österreichischen Similaun - Gletschers gefunden. Bei diesem Fund handelt es sich um eine mehr als 5000 Jahre alte Mumie, einem Jäger aus der Jungsteinzeit. Dieser Fund war nicht nur für die Wissenschaft eine Sensation, nein auch für die Tattoowelt, denn der "Ötzi" hatte oberhalb der Nieren und an den Füssen Linien tätowiert. Auch auf der Innenseite seines linken Knies fand man ein eintätowiertes Kreuz. Die frühen Christen hatten zum Beispiel ein Lamm, einen Fisch oder ein Kreuz auf der Stirn oder auf dem Unterarm tätowiert. Und dies obwohl das alte Testament das Tragen von Tätowierungen untersagte.

 

So sieht man, dass irgendwie, überall auf der Welt, jedoch unabhängig voneinander, in den alten vergangenen Kulturen bereits die Kunst des Tätowierens ausgeübt wurde.

Von den vergangenen Kulturen ins heutige Zeitalter. Bei uns waren es früher die Seefahrer die stolz ihre tätowierte Haut zeigten, inspiriert von den Häfen dieser Welt ließen sich immer wieder ein Andenken der jeweiligen Hafenstadt tätowieren.

Einst waren Tätowierungen nicht gerne gesehen, es wurde immer mit schlechtem oder negativem belegt und in Verbindung gebracht. Dank dem Wandel der Zeit und der Toleranz der Menschen kann heute jeder Tätowierte sein Tattoo mit Stolz tragen.

Die Tätowierung hat sich zur Hautkunst entwickelt, was man auch dem Fortschritt der Technik zu verdanken hat. Denn was früher unter meist unhygienischen Umständen mittels Nadeln und Rasierklingen in die Haut eingebracht wurde, wird heute dank feinster Nadeln, technisch ausgereiften Spulen-/Rotarymaschinen und weiterentwickelten Farbpigmenten zu einem Kunstwerk.

 

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